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Entwicklung der Loop Flöten

Die aus der Physiologie und Pädagogik abgeleitete Notwendigkeit, das Instrument Querflöte zumindest für Kinder ergonomisch zu gestalten, führte zu einer Neuentwicklung, der Konstruktion einer ergonomischen Flöte, die den medizinischen und pädagogischen Anforderungen gerecht wird.

Wenn man von 5- bis 8-jährigen AnfängerInnen ausgeht und dem Umstand, dass der menschliche Körper frühestens im Alter von 12 Jahren mit einer normalen großen Flöte konfrontiert werden sollte, folgt daraus ein Zeitraum von 5 bis 7 Jahren, der mit kindgerechten Instrumenten verbracht werden sollte.

In ihrer Diplomarbeit „Ursache, Analyse und Prävention von Erkrankungen im Bewegungsapparat bei Flötisten im Alter zwischen 15 und 18 Jahren“ schildert Mag. Ursula Matejka, Absolventin der Studienrichtung Instrumental- und Gesangspädagogik an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien ihre Erfahrungen als Flötistin. Frau Matejka schreibt:

„... Ich selbst bin Flötistin und habe mich mit dem Thema intensiv auseinandergesetzt, als ich im Herbst 2004 an einem Bandscheibenvorfall an der Halswirbelsäule erkrankte und seitdem immer wieder Beschwerden im Schulter- und Nackenbereich auftreten ... Flötisten sind durch die asymmetrische Haltung ihres Instrumentes besonders betroffen ... Ein zu großes Instrument im Kindesalter kann spätere Erkrankungen in der Wirbelsäule auslösen.“

Der Lösungsansatz

... besteht in der Konstruktion einer Flöte, deren Kopfstück sich in Form eines Omegas abwärts und wieder aufwärts biegt und deren Rohr daher in der gleichen Linie weitergeführt wird.

Auf Basis von Studien zum Einfluss des Materials auf den Flötenklang erfolgte in einzelnen Entwicklungsschritten die Annäherung an die bauliche Umsetzung.

Kind spielt Flöte mit Omega-Kopfstück

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Das Ziel der Forschungen

Konstruktion einer ergonomischen Flöte, die den medizinischen und pädagogischen Anforderungen entspricht.

In den vergangenen drei Jahrzehnten gab es diverse Versuche, die Flöte für kleine Kinder geeigneter zu machen. Darunter Flöten mit U- Kopfstück, schräg gehaltene Flöten sowie piccoloartige Kunststoff- und Holzflöten.
Alle diese Zugänge konnten weder klanglich, noch ansatz- und spieltechnisch den qualitativen Ansprüchen entsprechen.

Die Entwicklung der Flöte mit dem patentierten Omega-Kopfstück bezieht ihre Einzigartigkeit von der Verkürzung der Flöte bei gleicher Tonhöhe und Fortführung des Rohres in der gleichen Linie. Dadurch ist gewährleistet, dass das Kind von Anfang an den flötistisch richtigen Zugang erlernt, der sich nicht von der großen Flöte unterscheidet.